Intho.keniahilfe e.V.

Medizinische Versorgung

Entwurmung in Kenia ist lebenswichtig

In Kenia, wie in vielen anderen Teilen der Welt, wo sanitäre Bedingungen und Zugang zu sauberem Wasser oft eingeschränkt sind, ist die Belastung durch parasitäre Wurminfektionen besonders hoch. Diese Infektionen können schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, die das Wachstum, die körperliche Entwicklung und die kognitive Funktion von Kindern beeinträchtigen. Die Durchführung einer Entwurmungskur zweimal jährlich ist daher von entscheidender Bedeutung, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mütter und Kinder zu verbessern.

Wurminfektionen, wie durch Hakenwürmer, Spulwürmer und Peitschenwürmer, sind in Kenia weit verbreitet und übertragen sich hauptsächlich durch verunreinigte Erde und Wasser. Kinder, die barfuß spielen oder kontaminierte Nahrungsmittel zu sich nehmen, sind besonders gefährdet. Diese Würmer nisten sich im Darm oder anderen Teilen des Körpers an und entziehen dem Wirt essenzielle Nährstoffe, was zu Anämie, Malnutrition und in schweren Fällen zu Wachstumsstörungen und Lernschwierigkeiten führen kann.

Die regelmäßige Entwurmung, empfohlen zweimal pro Jahr, hilft, die Last dieser Infektionen zu verringern und fördert:

  1. Verbesserte Nährstoffaufnahme: Würmer entziehen ihrem Wirt wichtige Nährstoffe. Ihre Entfernung ermöglicht eine bessere Nährstoffabsorption und führt zu verbessertem Wachstum und allgemeiner Gesundheit.
  2. Reduzierung von Anämie: Viele Wurmartarten verursachen innere Blutungen und Anämie. Die regelmäßige Entwurmung kann die Eisenwerte verbessern und die körperliche Leistungsfähigkeit und Aktivität erhöhen.
  3. Verbesserung der schulischen Leistung: Studien haben gezeigt, dass entwurmte Kinder bessere kognitive Funktionen und höhere Schulleistungen aufweisen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine bessere Gesundheit die Konzentration und das Lernen fördert.
  4. Gesünderes soziales Umfeld: Durch die Verringerung der Verbreitung dieser Parasiten in der Gemeinschaft können mehr Kinder und Erwachsene ein gesünderes Leben führen, was die öffentliche Gesundheit stärkt und medizinische Ressourcen schont.

 

Die regelmäßige Entwurmung in Kenia ist eine einfache, kostengünstige und effektive Methode, um die Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern. Sie trägt nicht nur dazu bei, individuelle Leiden zu mindern, sondern stärkt auch die gesamtwirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Bemühungen fortgesetzt und erweitert werden, um sicherzustellen, dass zukünftige Generationen frei von den Belastungen durch Wurminfektionen aufwachsen können.

Warum Spenden lebensrettend sein können

In vielen Teilen der Welt, besonders in einkommensschwachen Regionen, stellt der Zugang zu qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung eine enorme Herausforderung dar. Die Kosten für die Behandlung schwerer Erkrankungen können für viele Familien unerschwinglich sein. Trotz der hohen Kosten gibt es oft keine Alternative, wenn es um das Leben und die Gesundheit von Müttern und Kindern geht. In diesen kritischen Situationen kann eine klinische Behandlung den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Schwere Erkrankungen wie Krebs, Herzerkrankungen oder Komplikationen bei der Geburt erfordern häufig spezialisierte medizinische Eingriffe, die nur in Kliniken mit den entsprechenden Ressourcen durchgeführt werden können. Solche Behandlungen gehen oft über das hinaus, was in einer einfachen Arztpraxis oder einem lokalen Gesundheitszentrum verfügbar ist. Hochwertige medizinische Ausrüstung, spezialisiertes medizinisches Personal und Zugang zu lebensrettenden Medikamenten sind essentiell, um schwere Erkrankungen effektiv zu behandeln.

Leider sind die Kosten für solche lebensrettenden Behandlungen oft prohibitiv, besonders für Familien, die bereits mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. In vielen Fällen sind die Familien gezwungen, zwischen täglichen Ausgaben und der Gesundheit ihrer Liebsten zu wählen. Diese Entscheidung darf in einer gerechten Welt niemandem abverlangt werden.

Jede Spende, egal wie klein, hilft, die finanziellen Hürden zu überwinden, die sonst eine adäquate medizinische Versorgung verhindern würden.

Die Unterstützung durch Spenden ist nicht nur eine Hilfe, sondern eine Notwendigkeit, die buchstäblich Leben retten kann. Es gibt keine Alternative zum Leben. Jeder Beitrag zählt und hat das Potenzial, nicht nur ein einzelnes Leben zu retten, sondern das Wohlergehen ganzer Familien und Gemeinschaften zu verbessern.

Wir appellieren an alle, die es sich leisten können, zur Unterstützung dieser wichtigen Ursache beizutragen. Deine Spende kann direkt dazu beitragen, medizinische Behandlungen für jene zu finanzieren, die am dringendsten Hilfe benötigen. 

Kinder leider am meisten

Mohamed hat einen richtigen Ärztemarathon hinter sich – viele Untersuchungen, verschiedene Kliniken und unzählige Tests, die der Kleine über sich ergehen lassen musste. All das, um endlich herauszufinden, warum Mohamed seit zwei Jahren unter starken Schmerzen leidet. Nach all den Untersuchungen haben wir nun endlich eine Antwort: Mohamed hat Parasiten in der Blase.

Die Diagnose war eine Erleichterung, auch wenn sie natürlich gleichzeitig eine Schock war. Jetzt weiß er endlich, was los ist, und bekommt eine gezielte Behandlung. Mohamed muss für drei Wochen Medikamente nehmen, die die Parasiten hoffentlich bekämpfen werden. Nach dieser Zeit wird er erneut zum Arzt gehen, um zu überprüfen, ob die Behandlung angeschlagen hat. 

Für Kinder ist eine Krankheit doppelt so schlimm. Sie leiden, ohne dass sie Zugang zu einer regulären Gesundheitsversorgung haben. Wir helfen diesen Kindern mit euren Spenden.

Palliative Hilfe für Nazua

In den letzten Monaten ihres Lebens erhielt Nazua eine palliative Betreuung, die wir durch Intho.keniahilfe e.V. finanzieren konnten. Ein speziell engagierter Palliativarzt besuchte sie regelmäßig und half dabei, ihre Schmerzen zu lindern und ihre Lebensqualität so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Diese Unterstützung ist für uns ein kleiner Trost, da sie Nazuas Leid nachweislich verringern konnte. Ohne unsere Hilfe hätten die Lücken im öffentlichen Gesundheitssystem und die begrenzten Mittel der Familie vermutlich zu deutlich größerem Leid geführt.

Diese finanzierte palliative Betreuung umfasste:

  • regelmäßige Hausbesuche eines Palliativarztes,

  • medizinische Versorgung und Schmerztherapie in ihren letzten Lebensmonaten,

  • würdevolle Begleitung in ihrer letzten Lebensphase.

Nazua hinterlässt sechs Kinder, von denen drei noch minderjährig sind (im Alter von 7, 9 und 15 Jahren). Diese drei Kinder werden weiterhin im Rahmen unseres Förderprogramms betreut, um ihnen Stabilität und Zukunftsperspektiven zu bieten. Für den jüngsten Sohn (7 Jahre) bemühen wir uns aktuell um einen Platz in einem Internat, damit er künftig ganztägig versorgt ist und eine gute Schulbildung erhält. Auf diese Weise möchten wir sicherstellen, dass die Kinder trotz des schweren Verlustes bestmöglich unterstützt werden.

Spendenkonto

Kreissparkasse Limburg:

Intho.keniahilfe e.V.
IBAN: DE40 5115 0018 0103 2458 66

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